Ausflug zum Brombachsee am ersten September 2018

Die Sommerpause der Polio-Gruppe Franken ist „ratzfatz“ verflogen und so trafen sich am ersten September 15 gutgelaunte Teilnehmer zu unserem bereits Anfang des Jahres verabredeten Ausflug zm Brombachsee.
Leider kamen von den ursprünglich angemeldeten 22 Ausflüglern dann doch noch sieben Absagen. Schade, aber damit muss bei einer Selbsthilfegruppe, die sich mit den Spätfolgen nach der Kinderlähmung befasst, wohl gerechnet werden. Schließlich sind alle Gruppenmitglieder in irgendeiner Form gesundheitlich angeschlagen. Aber dafür war bei uns, die wir beim Ausflug dabei waren, die Stimmung den ganzen Tag über sehr entspannt und heiter – wir haben sehr viel gelacht.

Um 10.30 Uhr sollte es an unserem angestammten Treffpunkt mit dem angemieteten Bus losgehen. Wir waren da, aber der Bus nicht! Samstags konnte ich auch telefonisch niemanden beim Busunternehmen erreichen. Wir entschieden, einfach noch einige Zeit zu warten und witzelten schon, dass es bestimmt in unmittelbarer Nähe auch ein gutes Restaurant geben müsse. Dann gehen wir halt einfach dort hin. Kurze Zeit später kam aber schließlich unser Bus um die Ecke gebogen. Der Busfahrer war schlichtweg Opfer der unzähligen, auf dem Weg zu uns liegenden, Baustellen geworden.
Um es vorweg zu nehmen: Unser Busfahrer, Norbert, war einmalig. Wir haben in unserer gemeinsamen Gruppenzeit ja schon einige Fahrten zu Poliotagen oder zur Besichtigung einer Rehaklinik gemacht, aber so einen entspannten, hilfsbereiten und netten Fahrer hatten wir noch nie. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an Norbert.

Der Große Brombachsee ist ein Stausee mit einem Erddamm als Absperrbauwerk und liegt im Süden Mittelfrankens, etwa 37 Kilometer Luftlinie von Nürnberg entfernt. Er ist der größte Stausee des Fränkischen Seenlandes und gehört nicht nur von der Fläche her, sondern auch vom Speichervolumen zu den größten Talsperren Deutschlands. Er wurde im Jahr 2000 eingeweiht und ist mit der gesamten Fränkischen Seenlandschaft für den Ballungsraum Nürnberg ein wichtiges Naherholungsgebiet.
Zu den Freizeitangeboten gehören u.a. auch Rundfahrten auf dem See mit dem Trimaran MS Brombachsee und genau deshalb haben wir uns die Gruppenunternehmung zu diesem Ort ausgesucht.

Pünktlich um 12.00 Uhr sind wir in Langlau im Restaurant des Strandhotels Seehof angekommen. Ausnahmsweise erwähne ich explizit den Namen, weil alles, wie bei der Reservierung besprochen, auch geklappt hat. Wegen einer parallel im Restaurant stattfindenden Hochzeit konnte ich schon im Januar nur noch im Selbstbedienungsrestaurant Plätze reservieren. Man hatte mir zugesagt, dass aber Helfer bereitstehen würden, die uns die ausgesuchten Speisen dann zu unseren Tischen bringen würden. Und tatsächlich standen, erkennbar durch ihre blau-weiß-karierten Blusen, Damen für uns bereit.
Nach dem Essen schlenderten wir über den Kunstmarkt, der zufällig auch an diesem Tag direkt beim Restaurant am Seeufer stattfand. Die eine oder andere von uns hat sich fast „bremsen“ müssen, so viele ausgesucht schöne Sachen wurden dort angeboten.
Anschließend sind wir mit dem Bus zur Anlegesstelle Absberg gefahren. Auch hier hat das „Einchecken“ auf dem Schiff, wie mit der Schifffahrtsgesellschaft im Vorfeld verabredet, bestens geklappt. Über die Bugklappe ist ein stufenloser Ein- und Ausstieg auf die MS Brombachsee möglich, also ideal für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte. Unsere Gruppe sollte sich ein wenig seitlich an der Anlegestelle postieren und so kam ein Steward auf uns zu und geleitete uns gesondert auf das Schiff zu unseren reservierten und eingedeckten Kaffeetischen.

Eineinhalb Stunden dauert eine Rundfahrt auf dem Großen Brombachsee und es werden insgesamt fünf Anlegestellen angefahren. Über Lautsprecher gab es immer wieder Informationen, sowohl über das Schiff, als auch zum See. Leider war die Geräuschkulisse im Restaurant auf dem Schiff so laut, dass wir alle akustisch nur Wortfetzen verstehen konnten. Dem Internet sei Dank, gibt es hier die Eckdaten: Stauseelänge 5,1 km, Stauseebreite 2 km, maximale Tiefe 32,5 Meter.
Übrigens ermöglicht ein gläserner Aufzug auch Rollstuhlfahrern bei schönem Wetter den Aufenthalt auf dem Sonnendeck.

Gemeinsam gingen wir danach wieder zum Bus und Norbert fuhr uns sicher wieder nach Nürnberg zu unserem Treffpunkt zurück, den wir kurz vor 18.00 Uhr erreichten. Wir Teilnehmer waren uns einig – es war ein sehr schöner Tag. Wir fanden, dass eine Unternehmung außerhalb der „normalen“ Treffen für die Gruppendynamik sehr wertvoll ist. In einer gelösten Atmosphäre lernten wir einander eher privat kennen und das hilft wiederum, sich auch im Gesprächskreis den anderen gegenüber etwas mehr zu öffnen. Schön war’s.

Angelika

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