Unser geplantes Programm für 2020

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass die Zeit immer schneller zu vergehen scheint, je älter man wird. Kaum haben wir uns 2020 im Alltag arrangiert und schlendern so durch die Monate, ist auch schon fast wieder ein viertel Jahr vorbei. Es wird also Zeit, dass ich mich mal wieder melde.
Das Jahr 2020 steht dem Vorjahr an Aktivitäten in unserer Selbsthilfegruppe in nichts nach. Im Gegenteil.

Wie bereits im letzten Jahr angekündigt werden wir im April Dipl.-Psychologe Stefan Mlakar bei uns zu Gast haben. „Psychologie im höheren Alter“ ist das Thema. Ich wiederhole kurz: Es wird u.a. um Resilienz gehen, der psychischen Widerstandsfähigkeit. Das ist die Fähigkeit, die uns hilft Krisen, Stress oder schicksalhaftes Geschehen zu bewältigen. Wie es sich bei uns bewährt hat, wird der Nachmittag in Form eines Gesprächsreferats gestaltet, so dass wir alle wieder unsere Fragen stellen können. Selbstverständlich gilt auch wie immer bei unseren Treffen, dass dabei privat Gesprochenes den Raum nicht verlässt!
Für Mai ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Regionalgruppe Nürnberg des Bundesverbandes Polio geplant. Treffpunkt wird ausnahmsweise der Tagungsraum AEG 49 des Südklinikums sein, somit quasi ein „neutraler Boden“ für beide Gruppen. Es soll sich keine Gruppe benachteiligt fühlen, weil die Veranstaltung nicht am angestammten Treffpunkt stattfindet. Tja, wir Polios sind diplomatische Wesen, gell?
Referentin wird Dr. Friederike Sernetz, Fachärztin für Anästhesie mit Schwerpunkt „Spezielle Schmerztherapie“, sein. Zitat von der Homepage des Klinikums Nürnberg.de „Grundlage der Behandlung ist die Information über Zusammenhänge, wie Schmerzen entstehen, dauerhaft bleiben oder immer stärker werden. Wir versuchen, Ihre Stärken zu fördern und Sie „stark gegen den Schmerz“ zu machen. Neben einzelnen schmerzlindernden Maßnahmen können hierzu auch physiotherapeutische, ergotherapeutische und psychotherapeutische Methoden gehören.“
Unser Sommerfest Ende Juni beschließt traditionell unser erstes Polio-Halbjahr.

Die diesjährige Sommerpause findet allerdings Anfang Juli eine durchaus schöne Unterbrechung. Nachdem unsere erste gemeinsame Gruppenreise in Kooperation mit den Selbsthilfegruppen München und Augsburg nach Kirchberg in Tirol im letzten Herbst ein voller Erfolg war, äußerten die Teilnehmer unserer Gruppe daraufhin den Wunsch, auch 2020 wieder eine gemeinsame Fahrt zu unternehmen.
In Kooperation mit unserer Partner-Poliogruppe, der RG 79 des BV Polio aus dem Nürnberger Norden, mit ihren Sprechern Petra Bieber und Rudolf Distler, führen wir deshalb im Juli 2020 eine gemeinsame 6-tägige Reise nach Bad Bevensen in die Lüneburger Heide durch. Im Rahmen dieser Fahrt wird dort u.a. eine Fachtagung mit Dr. Peter Brauer stattfinden, wir wollen die dortige Jod-Sole-Therme besichtigen, es stehen zudem eine Kutschfahrt durch die Lüneburger Heide sowie eine Stadt- und Hafenrundfahrt in Hamburg auf dem Programm.

Im September besucht uns Herr Helmut Ziesmann vom Team Handicap Franken e.V. in unserer Gruppe. Er spricht zum Thema „Autofahren mit Körperbehinderung“ und informiert uns über alles, was dazu gehört. Es geht u.a. um den individuellen, optimalen Kfz-Umbau, um die technischen Möglichkeiten, die jeweilige Behinderung auszugleichen; es geht auch darum, wie man welchen Rollstuhl ins Auto verladen kann und vieles mehr.

Das ist also unser vorläufiges, bereits fest organisiertes Selbsthilfe-Programm. „Vorläufig“, weil das Corona-Virus und seine Auswirkungen auf uns alle natürlich noch nicht abzusehen sind. Es handelt sich laut dem Robert Koch-Institut um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation in Deutschland und die Zahl der Infektions-Fälle wird weiter ansteigen. Um die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern, ist sowohl eine Reduzierung von sozialen Kontakten als auch eine Reduzierung von Reisetätigkeiten empfohlen. Also Zeitgewinnung durch Kontaktreduzierung! Wir werden also jeden Monat neu entscheiden müssen, ob überhaupt ein Gruppentreffen von uns stattfinden wird, schließlich gehören wir schon allein vom Alter her zur Risikogruppe.

Aber gut, deshalb können wir die Zeit auch nicht still stehen lassen und halten erst einmal an unserem Programm fest. Sollten Änderungen erforderlich sein, werden sie hier auf der Homepage unter „Termine“ bekannt gegeben und per telefonischem Rundruf an unsere Gruppenteilnehmer. Um der derzeitigen Situation – bei allem gebotenen Ernst – trotzdem etwas Druck zu nehmen, möchte ich Charlie Chaplin zitieren: „Wer das Leben zu ernst nimmt, braucht eine Menge Humor, um es zu überstehen.“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen alles Gute und ganz viel Gesundheit

Angelika Behrenhoff

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